Samstag, 31. März 2007

Bahnhof Rheinfall


Rheinfall (CH), originally uploaded by Danielzolli.

Wer heute den Rheinfall besuchen will und mit dem öffentlichen Verkehr anreist, muss entweder vom Bahnhof Neuhausen recht weit laufen oder wählt als Ausstiegsort die S-Bahn-Haltestelle Schloss Laufen am Rheinfall, die jedoch schlecht zugänglich ist und nur selten von Zügen angefahren wird.

Wie Schweiz aktuell gestern meldete, plant die SBB, die Haltestelle zur Rheinfallbrücke zu verlegen, um so eine bessere Erreichbarkeit des Ausflugsziels Rheinfall zu gewährleisten.

Freitag, 30. März 2007

Exklusiv bei Migros: Familien-Tageskarte für 99 Franken


Wie die Migros auf ihrer Homepage meldet, verkauft sie ab morgen 31. März bis Ende Mai 07 exklusiv Familien-Tageskarten zum Preis von nur 99 Franken. Als "Familie" gelten dabei maximal zwei Erwachsene und vier Kinder. Gültig sind die Billette auf dem gesamten Netz des öffentlichen Verkehrs, ein Halbtax ist nicht nötig.

Das Angebot ist jedoch begrenzt: Insgesamt 50'000 Tageskarten wird die Migros verkaufen. Dabei kooperiert die Migros mit der Tageszeitung Blick. RailBons werden im Blick abgedruckt und können bei 220 Migros-Filialen eingelöst werden. In der Westschweiz arbeitet die Migros mit L'Illustré (ebenfalls von Ringier) zusammen, im Tessin mit dem hauseigenen Blatt Azione.

600 Personen aus S15 evakuiert

Bild: Evakuierung der S15 (Ugur Yaliman)

Heute morgen blieb eine S15 kurz vor Stettbach stehen. Wegen eines Lokdefekts rührte sich der Zug nicht mehr vom Fleck und musste schlussendlich evakuiert werden. Wegen des dichten Zugverkehrs gestaltete sich dies jedoch schwierig. Zunächst fuhr ein Lösch- und Rettungszug vor, welcher Hilfstritte für die Evakuierung bereit stellte. Kurz vor 9 Uhr fuhr ein Doppelstock-Zug vor, auf welchen die Fahrgäste umsteigen konnten. Die Strecke blieb dabei in beiden Richtungen gesperrt.

Leider hatte im betroffenen Zug nicht nur die Lok einen Defekt, sondern auch die Lautsprecheranlage, so dass die Fahrgäste laut SBB-Mediensprecherin Michèle Bamert nicht informiert werden konnten und so rund eine Stunde im Ungewissen waren. Meiner Meinung nach eine dürftige Erklärung, denn auch in meinen Zügen kam es schon vor, dass die Lautsprecheranlage nicht funktionierte. Da lief ich dann einfach durch den ganzen Zug und wiederholte die Ansage in jedem Wagen. Ob das in diesem Fall zuviel verlangt wäre vom Lokführer der S15, das auch so zu tun? Im Sinne der Kundeninformation wäre dies sicher keine schlechte Idee gewesen.

Vier weitere S-Bahn-Kompositionen mussten wegem dem stecken gebliebenen Zug über Zürich-Oerlikon umgeleitet werden. Dabei kam es zu Verspätungen von bis zu 20 Minuten.

DJ Bobo gewinnt mit seinen Vampiren den Eurovision Song Contest!

... zumindest wenn man den Online-Wettbüros glauben darf, hat die Schweiz mit DJ Bobo am Eurovision Song Contest sehr gute Chancen. Bei Paddy Power stehen die Vampire auf Platz 1 mit einer Quote von 6.00. Auf Platz zwei und drei folgen Schweden und Weissrussland. Auch Intertops ist sich sicher, dass die Schweiz gewinnt. Die Quote beträgt auch dort 6.00, nach der Schweiz folgen Schweden und Griechenland. Und auch William Hill, einer der Grossen der Branche, setzt DJ Bobo auf das oberste Siegertreppchen mit einer Quote von 7.00.

Anstatt Stimmen gegen den Schweizer Eurovision-Teilnehmer zu sammeln, würde ich der EDU also eher raten, auf ihn zu wetten. So liesse sich vielleicht auch die Parteikasse ein wenig aufbessern. ;o)

Ich selber hätte nie gedacht, dass DJ Bobo mit seinen Vampiren gleich an die vorderste Stelle gesetzt würde, doch freue ich mich natürlich über diesen ersten Erfolg und bin nun umso mehr auf das Abschneiden unserer Truppe am 10. und 12. Mai in Helsinki gespannt. Dann werden wir auch sehen, inwiefern wir uns diesbezüglich auf die Wettbüros verlassen können. Während mich der schwedische und auch der griechische Beitrag nicht überzeugen konnte (typischer ESC-Mainstream), sehe ich bei den Weissrussen eine grössere Konkurrenz zu DJ Bobo. Vorallem deren Refrain gefällt mir und hat einen guten Rhythmus.

DJ Bobo: "Vampires Are Alive" (Schweiz)


The Ark: "The Worrying Kind" (Schweden)


Sarbel: "Yassou Maria" (Griechenland)


Koldun: "Work Your Magic" (Weissrussland)

Donnerstag, 29. März 2007

Knutmania: Berliner Zoo macht mit Knut Millionen

Eisbär Knut beherrscht die Medien zurzeit wie kein anderer Star, wo man auch hinschaut, überall wird über ihn berichtet. Soeben liess ich nebenbei CNN auf Zattoo laufen, und auch dort wieder: Cute Knut. Bei Google gibt es inzwischen bereits 3'570'000 Einträge über ihn. Interessant auch, was man bei Technorati findet:

Den Stein ins Rollen gebracht haben dabei ausgerechnet die Tierschützer, welche den Tod des kleinen Eisbären forderten. Sie ahnten wohl, dass der Berliner Zoo ihn als neue Attraktion anpreisen und somit Besucher gewinnen wird, und wollten dies verhinderten, da sie grundsätzlich gegen Zoos sind. Doch genau das Gegenteil geschah: Nun kann der Berliner Zoo mit Merchandising Millionen verdienen. Bereits verlosen diverse Schweizer Printmedien Wochenend-Reisen nach Berlin zum kleinen Knut. Eine perfekt geölte PR-Maschinerie wird wohl auch in den nächsten Wochen noch dafür sorgen, dass genügend Besucher in den Zoo strömen und ihr Geld in Berlin ausgeben. Naja, wer weiss, vielleicht entschliesst sich der Berliner Zoo nun, ein Polarium zu bauen. So wie der Zürcher Zoo die Masoala-Halle für die bedrohten Tierarten Madagaskars baute, könnte man doch auch ein Polarium für die bedrohten Tiere der kalten Regionen bauen.

Link: sevenload.com

Gerne erzählt der Berliner Zoo, Knut sei der erste im Zoo geborene Eisbär Europas. Dass dies so nicht stimmt, wissen wir natürlich alle. 1963 wurde ein als "Luzi von Basel" bekannt gewordener Eisbär im Basler Zoo von Hand aufgezogen. Über den Kleinen, der von Zita und Paul Steinemann aufgezogen wurde, gibt es sogar ein Buch.

Wüste Krawalle in Pariser Metro / Gewalt gegen Bahnmitarbeiter

Da wollten zwei meiner "Berufskollegen" in Paris ihre Arbeit machen und dann das: Sie kontrollierten einen Fahrgast, der nicht nur kein Billett hatte, sondern auch sofort begann, auf die Metro-Kontrolleure einzuschlagen. Sofort nutzten andere Jugendliche die Chance ihre Aggressivität auszuleben und prügelten ebenfalls auf die Kontrolleure ein. Auch die zu Hilfe gerufene Polizei wurde von den Jugendlichen angegriffen. Es habe sich ein regelrechter Mob von rund hundert Jugendlichen gebildet, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Force Ouvrière.

Am Ende gab es zwei Verletzte und 9-13 Verhaftete und die U-Bahnstation musste vorübergehend geschlossen werden.

Übrigens: Der Schwarzfahrer hielt sich illegal in Frankreich auf.

Lapsus bei der Armee: 20 Mio Franken aus dem Fenster geworfen

Im Moment läufts wohl nicht so bei der Schweizer Armee. Gestern noch berichtete sternTV über den Einmarsch der Schweizer Armee im Fürstentum Liechtenstein, heute kommt raus: Die Schweizer Armee kaufte über 1'000 nicht funktionierende und zu teure Schiess-Simulatoren.

Die von der RUAG entwickelten Geräte wären bei der Konkurrenz über die Hälfte günstiger gewesen, wie das Magazin "Beobachter" morgen in seiner Ausgabe melden wird. Statt 33'000.- hätte jedes Gerät nur 12'000 Franken gekostet.

Auszüge aus dem "Beobachter":

Angesichts eines solchen Preises kann das Team der Femswiss AG nur noch staunen. Spezialität der in Spreitenbach beheimateten Firma sind nämlich Laserschuss-Simulatoren. Das Familienunternehmen beschäftigt 20 Angestellte und kann auf eine 20-jährige Tätigkeit in den Hightechbereichen Kommunikation und Lasertechnik zurückblicken.
«Bei einem Simulator für Handfeuerwaffen gehe ich von einem Marktwert von 6’000 Franken aus. Die Anpassung unseres Systems an die Bedürfnisse der schweizerischen Armee dürfte − grosszügig geschätzt − weitere 6’000 Franken kosten. Ich könnte also zu einem Stückpreis von rund 12’000 Franken liefern», sagt Geschäftsführer Rahim Fardin.

Vor diesem Hintergrund muten die Ausführungen des Verteidigungsdepartements in der Beschaffungsbotschaft an das Parlament befremdend an: «Die Planung für den Simulator LASSIM PAB begann 2002. Da auf dem Markt kein entsprechender Laserschuss-Simulator erhältlich war, wurde die Entwicklung eingeleitet.» Merkwürdig: Im Jahr 2001 lieferte Femswiss via Oerlikon Contraves Laserschuss-Simulatoren an Spanien und auch an die USA. Weiter heisst es in der Botschaft: «Nach der Prüfung der Konzepte mehrerer Firmen ging der Auftrag an die Firma Ruag Electronics als Generalunternehmerin.» Um welche Firmen es sich dabei handelt, darüber schweigt sich Armasuisse, das Beschaffungs- und Technologiezentrum des VBS, aus.

Immer wieder gerät die Beschaffungspraxis von Armasuisse wegen mangelnder Transparenz in die Kritik. Zuletzt just ebenfalls in Zusammenhang mit dem Rüstungsprogramm 2005. Neben dem Schiesssimulator sah das Programm auch den Kauf von 20 Helikoptern der Firma Eurocopter vor. Deren Beschaffung sorgte im Parlament für ausgedehnte Kontroversen. Die unterlegene Konkurrenzfirma Agusta schaltete die Wettbewerbskommission ein. Ein Entscheid steht noch aus.
Zweifel an dieser Aussage sind angebracht, zumindest im Fall des Laserschuss-Simulators. Das Femswiss-System ist nicht nur um mehr als die Hälfte günstiger als das Ruag-Produkt, sondern hat noch einen weiteren Vorteil: Es funktioniert. Bei den Armeen der grössten Länder - etwa in den USA, in Russland und China - steht es laut Fardin erfolgreich im Einsatz: «Die Funktionstüchtigkeit des Systems kann jederzeit überprüft werden.»

Anders das Ruag-Produkt LASSIM PAB. Nach einer mehrjährigen Entwicklungszeit fanden im Herbst in Walenstadt Truppentests statt. Danach teilte Armasuisse mit: «Bei der Erprobung der Vorserie der 1’160 Simulatoren hat sich gezeigt, dass das System nicht allen Anforderungen entspricht.» Eine sehr wohlwollende Formulierung. Insider wissen: Das Ruag-Produkt fiel haushoch durch. Von 19 geforderten Punkten erreichte es gerade einmal vier.

Wie lange sollen wir noch jährlich Milliarden von Franken in den grössten und teuersten Kindergarten, denn die Schweiz sich leistet (auch "Armee" genannt) buttern, wo über die Hälfte des Geldes gleich wieder zum Fenster hinausgeworfen wird? Aus meiner Zeit in der Rekrutenschule und den darauf folgenden WKs weiss ich noch etliche weitere Fälle, bei denen Geld verschwendet wird. Unter anderem denke ich da zum Beispiel an Gehälter für gewisse Herren der Elom RS in Lyss BE, die schlichtweg zu nichts fähig sind. Wer keinen Job findet, landet beim Militär, so denke ich seit meiner Zeit in Lyss und diverse Medienartikel die in letzter Zeit erschienen, bestätigen mir diesen Eindruck.

UPDATE 30.03.07 - 03:09 UHR

Soeben erfahren: In Geroldswil bei Zürich fuhren zwei Militär-Lastwagen ineinander und haben dabei Feuer gefangen. Sie waren unterwegs von Wangen an der Aare in die Ostschweiz. Glücklicherweise gab es keine Verletzte. Alkohol war nach Aussage eines Militärsprechers nicht im Spiel.
Wir erinnern uns: Mitte März kam es im Jura zu einem Unfall mit einem Aufklärungsfahrzeug "Eagle"; dabei wurde ein Rekrut getötet und zwei weitere verletzt. Muss das sein?

Mittwoch, 28. März 2007

Abendstimmung in Charlotte Amalie


IMG_0183.JPG, originally uploaded by Graustein.

Wieder ein Post aus der Karibik-Serie. Nach wie vor liegen wir hier vor Charlotte Amalie und es herrscht eine bezaubernde Abendstimmung vor der Abfahrt nach St. Kitts und Nevis.

Dienstag, 27. März 2007

BUSENGRAPSCHER, BETRUNKENE, BRUTHITZE - Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug

Via BloggingTom habe ich einen sehr interessanten Bericht über eine etwas andere Flugreise gefunden. Angefangen von Busengrapschern, welche von Polizisten aus dem Flugzeug geholt werden bis zu einer ausserplanmässigen Landung eine Geschichte, die Hollywood kaum besser hätte schreiben können.

Den Artikel BUSENGRAPSCHER, BETRUNKENE, BRUTHITZE - Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug findet ihr hier.

Montag, 26. März 2007

Die Rätoromanen sind Schuld am Kauderwelsch!


P-6372-6381-03, originally uploaded by Graustein.

Wie das Magazin "P.M. - Welt des Wissens" in seiner März-Ausgabe schreibt, sollen die Rätoromanen schuld sein am Kauderwelsch. Der Begriff für unverständliches Gebrabbel werde bereits seit dem 16. Jahrhundert benutzt und Welsch sei ein alter deutscher Ausdruck für die romanischen Sprachen wie Italienisch, Französisch, oder eben das Rätoromanisch. Weil die Bewohner des Bündnerlandes früher angeblich Chau(d)erwelschen hiessen, sei es möglich, dass Kauderwelsch tatsächlich ein alter Name für das Rätoromanisch sei. Den Deutschen sei diese Sprache damals, als Händler Waren über die Alpen nach Norden brachten, unverständlich gewesen. Deshalb könnte das Wort Kauderwelsch zum Synonym für Geblabber geworden sein.

An dieser Theorie könnte durchaus etwas sein, denn wie nannten die Römer 15 Jahre vor Christus den heutigen Walensee, als sie ihren Alpenfeldzug starteten? Genau: Welschensee!

Schaut man nun bei Wikipedia vorbei, liest man dort eine ähnliche Geschichte. Eine Theorie von Martin Luther besagt dort sogar, dass nicht die Rätoromanen als Ganzes, sonder bloss die Einwohner von Chur, der ältesten Stadt der Schweiz, "Schuld" seien am Kauderwelsch! Aus dem Begriff Churwelsch sei nach und nach der Begriff Kauderwelsch geworden.

Mittwoch, 7. März 2007

Der Sektenheini und sein wahrer Gott

Da wollte mir doch tatsächlich irgend so ein Sektenheini (oder bloss Mitglied einer Freikirche?) einen Werbeprospekt "über den wahren Gott" andrehen. Nicht genug, dass er es bei mir versuchte, auch meine Fahrgäste mussten teilweise dran glauben. Doch davon erfuhr ich erst, als der Herr bereits ausgestiegen war.

Naja, das Gesicht habe ich mir gemerkt, ich werde ihn dann entsprechend im Auge behalten, wenn er mal wieder auftauchen sollte. Nicht dass ich "seinen Gott" damit jetzt schlecht machen will oder so - jeder soll an das glauben, was er für richtig hält - nur sollte er damit seine Umwelt verschonen.

Montag, 5. März 2007

Chillout in der Karibik


IMG_0184.JPG, originally uploaded by Graustein.

Hier folgt ein weiteres Foto aus meiner Karibik-Serie.

Unser Schiff liegt gerade vor der Küste Charlotte Amalie's, der Hauptstadt von St. Thomas vor Anker und man sieht im Hintergrund die üppige tropische Vegetation und die Seilbahn, welche zum Aussichtspunkt "Paradise Point" führt.

Sonntag, 4. März 2007

Selbst schuld! ;o)


Jet d'eau Genève Mars 2007, originally uploaded by loutzon.

Die frühlingshaften Temperaturen lockten heute viele Schweizer aus ihren Häusern. Dies spürte ich auch in meinen Zügen und sah es, wenn ich mal Zeit hatte aus dem Zug zu schauen: Die Wegen entlang den Seen und in der freien Natur waren voller Kinderwagen, Spaziergänger und Velofahrer. Teilweise kam mir gleich der Begriff "Völkerwanderung" in den Sinn, bei diesen Menschenmassen, welche sich auf den Wegen sammelten. Die Arbeit war bei diesen Temperaturen und den dadurch sehr aufgestellten und freundlichen Fahrgästen auch äusserst angenehm und auch die SBB wird sich über die vielen zusätzlich eingenommenen Franken bestimmt freuen.

Sind also alle glücklich? Nicht ganz! Wir fuhren heute an diversen Staus und stockendem Verkehr vorbei, speziell zwischen Zürich und Chur. Selbst jetzt noch, um 20:11 Uhr, sind unter anderem folgende Verkehrsmeldungen aktuell:

A2 - Gotthard Richtung Luzern
Zwischen Amsteg und Erstfeld stockender Verkehr, Verkehrsüberlastung

A3 - Chur Richtung Zürich
Zwischen Walenstadt und Weesen Stau, Verkehrsüberlastung

A3 - Chur Richtung Zürich
Zwischen Brunau und Wiedikon stockender Verkehr, Verkehrsüberlastung

A53 - Reichenburg Richtung Hinwil
Zwischen Schmerikon und Rapperswil, Stau, Verkehrsüberlastung

Hauptstrasse Landquart Richtung Davos, zwischen Küblis und Laret stockender Verkehr, Verkehrsüberlastung

Hauptstrasse Sargans Richtung Chur, zwischen Autobahnanschluss Maienfeld und Autobahnanschluss Zizers stockender Verkehr, Verkehrsüberlastung

Als Bähnler sag ich den Autofahrern da nur: Selbst schuld! ;o)

Ok, ok, ist ja nicht so gemeint! Seit mir deshalb bitte nicht böse! :)



Mehr über Ausflüge mit der Bahn gibt es unter www.sbb-tagesausfluege.ch

Wenn der "Kondukteur" die Fahrgäste mit dem Revolver bedroht

Eine unglaubliche Geschichte findet sich bei jetzt.de der Süddeutschen Zeitung. Sunnyboy erzählt in Andere Länder, andere Sitten von einem Überfall in einem venezulanischen Bus. Der ungefähr 20 Jahre junge Mann bedroht die Fahrgäste mit einem 9mm-Revolver und fordert Geld von ihnen.

Wie die Geschichte endet, könnt ihr hier nachlesen.

PS: Ich habe nie behauptet, dass die Geschichte stimmt. ;o)

Sandra "Sun'Dra" Wild als Highlight?

Der Post über die MusicStar-Finalistin Sandra Wild (auch bekannt als Sun'Dra), scheint das Highlight dieses Blogs zu sein. 100 Prozent aller Besucher, welche über eine Suchmaschine auf meinen Blog stossen, gaben als Suchwort "Sun'Dra", "Sandra Wild" oder ähnliche Begriffe ein. Und dies, obwohl ich bloss einen einzigen Post über sie geschrieben habe. Da bin ich mal gespannt, ob sich ein allfälliger Sieg von ihr heute Abend auf meine Besucherzahl auswirken wird...

Samstag, 3. März 2007

Match FCSG - FCL: Chaos in St. Fiden

Bild: pixelquelle.de
Mein Zug verliess heute Abend den Bahnhof St. Gallen kurz nach dem Matchende FCSG - FCL. Bei der Einfahrt in St. Fiden musste der Lokführer insgesamt vier mal pfeifen, weil das Perron ziemlich voll wahr und sich einige Fans herumschubsten und er befürchtete, dass demnächst jemand auf dem Gleis landet.

Auf einem gegenüberliegenden Gleis stand der FCL-Extrazug mit den Luzerner-Fans. Doch kaum hatte dieser sich in Bewegung gesetzt, wurde auch schon die Notbremse gezogen. Ein übliches Ritual bei bestimmten Fussball-Fans. Mit der Extrafahrt nach Luzern wurde somit also für den Moment nichts.

Zurück zu meinem Zug, der nach rund vier Minuten mit fast 200 St. Gallen-Fans in Richtung Rorschach fuhr. Bei den Espen ging es deutlich gesitteter zu als bei den Luzernern. Einige hatten zwar keine Billette, lösten diese jedoch ohne zu murren im Zug nach und bezahlten auch den Zuschlag von 5.- pro Billett. Alles in allem also eine sehr angenehme Fahrt.

Unterwegs erfuhr ich dann von einem FCSG-Fan, dass der Zug mit den Luzernern angeblich von der Polizei geräumt worden sei. Aus welchem Grund konnte ich jedoch nicht in Erfahrung bringen. Da bin ich mal gespannt, ob ich in den nächsten Tagen noch genaueres dazu erfahre...

Ich denke auf jeden Fall, dass die Situation heute in St. Fiden nichts ist gegenüber dem, was nächstes Jahr mit der EM auf uns zukommt. Ganz nach dem Motto: ERLEBE EMOTIONEN!

Laptop im Zug vergessen

Wieder einmal meldete sich ein Fahrgast bei mir, der im vorherigen Zug seinen Laptop vergessen hat. Natürlich mit "extrem wichtigen und sensiblen Daten" darauf. Daraufhin setzte ich mich umgehend mit dem Zugteam des entsprechenden Zuges in Verbindung, welche den Laptop kurz darauf auch fand. Unser Zug war unterwegs von Thalwil nach Wädenswil, der Zug mit dem Laptop von Thalwil nach Zug und weiter nach Luzern. Wir boten dem vergesslichen Fahrgast an, dass er zurück nach Thalwil fahren und dort den Laptop vom Zugteam in Empfang nehmen könne, so dass er ihn noch am selben Abend wieder habe. Denn der Zug werde ja schliesslich in Luzern umkehren und wieder zurück nach Zürich fahren.

Doch der Fahrgast meinte, er wolle jetzt seinen Feierabend geniessen und habe keine Lust, nochmals nach Thalwil zu fahren... Er werde den Laptop dann "bei Gelegenheit" im Fundbüro Zürich abholen. Naja, sooo wichtig können diese Daten dann also doch nicht gewesen sein. :o)

Ein Wurm modifiziert Blog-Kommentare

Wie Secure Computing meldet, verbreitet sich zurzeit ein Wurm mit einer besonders fiesen Eigenschaft: Er wertet den Internetverkehr des befallenen Rechners aus und ist in der Lage, Blogkommentare und Foreneinträge so zu verändern, dass ein Link eingefügt wird. Dieser Link führt dann zum schädlichen Code.

Meiner Meinung nach eine sehr gefährliche Angelegenheit, wenn man bedenkt, dass Links von Freunden sehr oft bedenkenlos angeklickt werden...

Freitag, 2. März 2007

Berlin Hauptbahnhof und Zürich HB schliessen Partnerschaft

© Foto SBB
Der Hauptbahnhof Zürich schliesst mit dem Berliner Hauptbahnhof eine Partnerschaft. Die beiden Metropolenbahnhöfe werden in Zukunft kooperieren und Erfahrungen austauschen.

Wolf-Dieter Siebert, Vorstandsvorsitzender der DB Station & Service AG sagt dazu: "Der Zürcher Hauptbahnhof ist mit seinen rund 2200 Zugfahrten pro Tag einer der betriebsgrössten Bahnhöfe der Welt und somit ein guter Partner für den Berliner Hauptbahnhof, den grössten Kreuzungsbahnhof Europas. Wir versprechen uns viel von einem intensiven Erfahrungsaustausch mit der SBB."

Urs Schlegel, Leiter SBB Immobilien: "Unsere beiden Unternehmen pflegen seit einigen Jahren einen regelmässigen Austausch zu verschiedenen Themen. In Bezug auf die beiden Grossbahnhöfe Berlin und Zürich wollen wir diesen Austausch zukünftig vertiefen. Dazu gehören beispielsweise Fragen zu Service, Sicherheit und Sauberkeit, aber auch der Bewirtschaftung eines so grossen Dienstleistungszentrums mit Gleisanschluss. Wichtig wird auch der Aufbau eines Benchmark-Systems sein, um uns auf der harten Basis der Zahlen vergleichen zu können."

Deutsche Bahn plant rauchfreie Züge


Wie es scheint, denkt die Deutsche Bahn über ein generelles Rauchverbot in ihren Zügen nach. Vorbild ist dabei wohl die Schweiz. Ich finde es toll, dass die Deutsche Bahn die Anliegen der Nichtraucher nun endlich auch ernst nimmt. Wobei ich absolut nichts gegen Raucher habe; ich bin einfach der Meinung, jeder soll dort rauchen können, wo er andere nicht in Mitleidenschaft zieht. Somit zählen Züge nicht zu den Orten, an welchen geraucht werden dürfte. Der Gesundheitsschutz kommt bei mir an dieser Stelle vor der individuellen Freiheit der Raucher.

Deshalb kann ich Sabine Bätzing, Drogenbeauftragte der Deutschen Bundesregierung, absolut zustimmen, wenn sie in der Sendung "stern TV" sagt: "Im Inneren des Fahrzeuges ist die Gesundheitsgefahr durch den Qualm (...) um ein Vielfaches höher als in anderen Bereichen."

Messungen in der erwähnten stern TV-Sendung zeigten, dass die Feinstaubbelastung durch einen Raucher in einem Auto bei bis zu 6'500 Mikrogramm pro Kubikmeter liegt. In Zügen würde man wohl vergleichbare Werte feststellen. (Ich möchte hier noch anmerken, dass in Städten Feinstaubalarm gilt, wenn die Belastung über 50 Mikrogramm pro Kubikmeter steigt...)

JetBlue: Vorbild für SBB?

JetBlue machte in letzter Zeit vor allem Schlagzeilen mit gestrandeten Passagieren, ausgefallenen Flügen und schlechtem Kundendienst. David Neeleman, Gründer und CEO von JetBlue Airways, wählte nun einen etwas speziellen Weg, sich bei seinen Kunden zu entschuldigen: Youtube

In "Our promise to you" entschuldigt er sich für die vergangenen Fehler und Missgeschicke und gelobt Besserung. In Zukunft sollen die Kunden bei Störungen vor allem mit Geld zufrieden gestellt werden. So erhalten Kunden bei einer Verspätung von 1-2 Stunden $25, bei 2-4 Stunden $50 und bei 4-6 Stunden den Oneway-Preis. Jemand der wegen Überbuchung nicht mitfliegen kann, erhält $1'000.

Ob sich der neue SBB-CEO Andreas Meyer in Zukunft bei grösseren Betriebsstörungen auch via Youtube an die Bahnfahrer wenden wird? Wir werden es sehen.

Scharfe Schweiz bei Google Earth

Vor einiger Zeit kaufte Google die Schweizer Firma Endoxon. Diese Firma verfügte über hochauflösende Satellitenkarten der Schweiz, doch erst seit gestern wurden diese in Google Earth miteinbezogen. Soweit ich gesehen habe, sind auch alle Strassennamen programmiert, so dass man jetzt bei Google Earth nach Strassen suchen kann.

Schade ist nur, dass das Material teilweise doch schon einige Jahre alt ist. So sieht man bei meiner Stadt Chur nach wie vor nur den alten Bahnhof und andere alte, inzwischen umgebaute Gebäude.

Donnerstag, 1. März 2007

Schweiz ist Weltmeister!

Laut einem neuen WEF-Ranking ist die Schweiz weltweit am attraktivsten für die Entwicklung der Tourismus- und Reiseindustrie, unter anderem auch dank der Eisenbahn-Infrastruktur. In der Liste von insgesamt 124 Ländern folgen Österreich und Deutschland auf den nächsten Plätzen.

Der Spitzenplatz der Schweiz ist unter anderem dank Bestwerten für das Gesundheitswesen und die Trinkwasserhygiene, für die Bahninfrastruktur sowie die Hotelfachschulen mit Weltruf zu Stande gekommen. Das Land wird auch als extrem sicher eingestuft und gehört mit sechs UNESCO-Welterbestätten zu den Spitzenreitern bei den natürlichen und kulturellen Ressourcen. Als streng und effektiv wird auch die Umweltgesetzgebung beurteilt. Diese Faktoren machten im Urteil des WEF einen grossen Nachteil des Ferienlands Schweiz wett, nämlich die sehr schlechte preisliche Wettbewerbsfähigkeit. Hier landete die Schweiz auf Platz 115 oder an neuntletzter Stelle.

Den vollständigen Artikel und das Ranking gibt es hier.

Schreinerei im Senegal

Gestern im BlickBlackboard (Blick-Sportteil, Seite 14) gefunden:

Möchte im Senegal eine Schreinerei oder Werkstatt aufbauen. Wer hilft mir? 078 758 XX XX, tanala.issa@xxxxx.com

Das erinnert mich doch gleich an etwas...

MGB der Film

Teil 1:

Teil 2:

Teil 3:

Führerstandsfahrt

Gestern im Zug von Zürich HB nach Chur, kurz vor dem Halt in Wädenswil: Der Lokführer ruft an, dass er Probleme mit dem Zugsicherungs-System habe. Deshalb muss aus Sicherheitsgründen für die restliche Fahrt ein zweiter Lokführer oder ein Kondukteur zu ihm in den Führerstand.

Der Zugchef entscheidet, dass ich gehen soll, womit ich für den restlichen Arbeitstag niemanden mehr kontrollieren muss. Erlebt man nicht unbedingt alle Tage, aber Abwechslung tut immer gut! ;o)

Zudem dauerte meine Tour sowieso bloss sieben Stunden, und es kam zu keinen nennenswerten Zwischenfällen mit Kunden. Einfach traumhaft! Solche Tage dürfte es öfters geben!

Mal schauen, wie es heute läuft. In neun Stunden nach Biel / Bienne und zurück ins Bündnerland. Auf jeden Fall freue ich mich schon aufs Bahnhofbuffet; so gut wie im Bahnhofbuffet Biel isst man sonst nirgends in einem Bahnhof! Schade, dass es bald schliessen wird und einer Fastfood-Bude Platz machen muss. Nun ja, die SBB wird ja wohl wissen, was sie da tut...

Kundenorientierung

Interessanter Artikel zum Thema Kundenorientierung: (via einfach-persoenlich.de)

Wie sehr Menschen sich allein durch ihr Auftreten und ihre Art von anderen Zeitgenossen positiv abheben und hervorstechen, habe ich am Wochenende wieder einmal auf beeindruckende Weise erleben dürfen. Einfach persönlich große Klasse!

Als ich nach einer längeren Einkaufstour mit meiner Frau zielgerichtet ein Eiskaffee ansteuere, ahne ich noch nicht, was meine Aufmerksamkeit wenige Minuten später fesseln wird.

Geschafft und fußlahm finden wir im Eiskaffe gerade noch einen Platz. Es geht zur besten Nachmittagszeit zu. Das Stimmengewirr der Besucher mischt sich unentwegt mit den Fragen und Kommentaren der Bedienung. Gleiche mehrer junge Frauen, dem Aussehen nach Schüler oder Studenten, haben alle Hände voll zu tun, alle Bestellungen entgegen zu nehmen, klappernd das Geschirr abzuräumen und die begierig wartende Gäste mit dem Eis- und Kaffeewaren zu versorgen.

Mir wird klar, dass ich bis zum wohlverdienten Cappuccino wohl etwas Geduld mitbringen muss. Unwillkürlich beobachte ich die jungen Frauen bei ihrer Arbeit. Ihre Körpersprache verrät große Sorgfalt und Achtsamkeit beim Arbeiten. Sie müssen den Job wohl noch nicht so lange machen. Interessiert bemerke ich, wie eine junge Frau in Biosandalen akribisch ein Tisch abgeräumt und auf einem Tablett verstaut. Dabei ist ihr die zur Uniform des Personals gehörige orange Krawatte mehr als einmal im Weg. Die Anspannung und Konzentration ist ihr anzumerken.

Erstaunt fällt mir eine gewisse Teilnahmslosigkeit von zwei weiteren jungen Frauen auf. Während sie die Gäste bewirten sind sie freundlich. Ihre Gesichter aber verraten leicht nervöse Gereiztheit. Der starke Besucherverkehr verlangt ihnen offenbar einiges ab. Geld zu verdienen hatten sie sich in einem Eiskaffee offenbar noch etwas anders vorgestellt. Was Körpersprache doch alle kommunizieren kann?

Mitten in meinen Überlegungen werde ich von einer jungen Frau unterbrochen, die an unseren Tisch tritt und mich einer sympathischen Freundlichkeit, lächelnd nach unseren Wünschen fragt. Wir verweisen auf die appetitlich dreinschauenden Bilder der Karte und äußern unsere Wünsche.

Für einen Moment bin ich echt verdutzt. Statt Teilnahmslosigkeit erlebe ich natürlich Freundlichkeit, statt reger Betriebsamkeit ruhige Erklärungen – was für ein Unterschied. Die junge schwarzhaarige junge Frau lächelt uns an und erklärt einfühlsam, dass die Portion für eine Person wohl etwas viel sein kann und bittet uns dies bei unserer Bestellung zu bedenken.

Wir nehmen die Anregung gern an und teilen uns die lecker aussehende Schokoportion. Und während die junge Frau unsere Wünsch eifrig notiert, kann ich mir die Bemerkung nicht verkneifen, dass sie doch bitte dann an das doppelte Werkzeug denken mag. Verblüfft muss ich ihr meinen Wunsch wiederholen, denn mein Wunsch war so gänzlich abseits ihrer Erwartung. Mit einem verschmitzen Lächeln quittiert sie nickend mein Schmunzeln und ist schon unterwegs zum Tresen.

Einige Zeit später werden die Cappuccino samt der Schokoportion an unseren Tisch gebracht. Die Körpersprache der Kollegin holt mich augenblicklich wieder in die Realität zurück. Weitgehend ohne persönliche Regung erhalten wir die Bestellung. Das fehlende doppelte Werkzeug muss uns nachgereicht werden. Na dann, guten Appetit.

Beim Verspeisen der Schokoportion haben meine Frau und ich offenbar nur ein Thema – die natürliche Freundlichkeit der jungen Frau. Spontan ist meine Frau begeistert durch die nette Bedienung auch bereit, ein größeres Trinkgeld zu geben. Immerhin hat sie weniger Umsatz gemacht, dafür aber vielleicht erreicht, dass wir das Kaffee zukünftig einmal öfter besuchen werden.

Die nette freundliche Art der jungen Frau hat mich begeistert. Freundlich lächelnd und mit einem Dankeschön quittiert sie, als ich den Zahlbetrag nach oben korrigiere. Auf meine Frage, was sie denn beruflich einmal vorhat, antwortet sie spontan und ohne großes Erstaunen, dass sie sich für eine Tätigkeit im Außenministerium der Bundesrepublik Deutschland interessiere. Die ruhigen, bestimmt geäußerten Worte lassen dabei keinen Zweifel offen, dass sie weiß, was sie will. Erneut zeigt sich ein freundliches Lächeln auf ihrem Gesicht, als wäre gerade ihr größter Wunsch in Erfüllung gegangen.

Bevor ich reagieren kann ist sie dann auch schon wieder verschwunden. Der nächste Gast wartet bereits und möchte gern bezahlen.

Während wir zum Aufbruch rüsten und das Kaffee verlassen, freue ich mich ungemein über das freundliche Erlebnis. Die junge Frau war gewiss um den Faktor 3 besser als ihre Kolleginnen, die sich ebenso bemüht haben. Wie unterschiedlich aber die Wirkung ausfällt, wenn sich verschiedene Menschen „bemühen“.

Warum die junge Frau kassieren darf und die übrigen wohl nur abräumen dürfen, kommt mir erst viel später in den Sinn. Offenbar ist der kleine aber feine Unterschied auch den Betreibern des Eiskaffees nicht verborgen geblieben.